Osteopathie

„Nicht der Erreger ist das Problem, sondern das Milieu!“ (Bechamp)
Die Osteopathie ist eine manuelle Therapieform, die den Mensch ganzheitlich behandelt und begreift. Der Zustand der Gewebe im Allgemeinen und des Bindegewebes sowie Organen im Besonderen, sind das Betätigungsfeld des Osteopathen.

Bewegung ist Leben. Bewegung steht gleichzeitig als Kennzeichen und Voraussetzung für Leben. Ist die Beweglichkeit des Gewebes eingeschränkt, kann es zu Beschwerden kommen. Das Gewebe verliert an Vitalität – der Boden neigt zu erkranken.

Die Osteopathie verbindet detaillierte Kenntnisse der Anatomie und Physiologie mit klinischen Untersuchungsmethoden, um auf die Ursache von Problemen und Einschränkungen zu kommen. Der Therapeut behandelt somit die Ursache und nicht die Symptome.
Klassische osteopathische Behandlung

Jede Behandlung beginnt mit einem detaillierten persönlichen Gespräch (Anamnese). Dieses Anamnese-Gespräch umfasst auch die Vorgeschichte des Patienten. Dazu gehören z.B. lange zurückliegende Unfälle, Krankheiten, Operationen, emotionale Belastungen und die aktuelle Lebenssituation. Bitte bringen Sie aktuelle medizinische Befunde und Diagnosen mit, sofern sie vorhanden sind (z.B. Laborwerte, Röntgenbilder, CT oder MRT-Aufnahmen).
 

Schulterbehandlung

Anschließend folgt eine ausführliche, körperliche Untersuchung. Über die Hände werden Beweglichkeit, Elastizität und Spannung von Gelenken, Muskeln, Organen, Nerven, Gefäßen und anderen Geweben untersucht. Falls nötig werden auch medizinische Tests, so z.B. orthopädische und neurologische Untersuchungen eingesetzt, oder an den Facharzt verwiesen.
 

Schließlich erfolgt die osteopathische Behandlung über die Hände. Eine Behandlungseinheit dauert ca. 50 bis 60 Minuten.
Bei akuten Beschwerden, die nicht auf eine chronische Krankheit zurückführen, genügen oft zwei bis drei Termine im Abstand von einer bis fünf Wochen.
Bei chronischen Leiden können sechs oder mehr Sitzungen notwendig sein in einem Abstand von vier bis sechs Wochen.

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Osteopathie in der Schwangerschaft, bei Säuglingen und Kindern
Die Schwangerschaftszeit ist eine ganz besondere Phase im Leben einer Frau. Die werdende Mutter muss sich in kurzer Zeit an stark wechselnden Umständen anpassen. Diese Umstellungen werden durch hormonelle Veränderungen unterstützt. Hormone haben einen großen Einfluss auf dem Bewegungsapparat, insbesondere auf das weibliche Becken. Die Bänder und Muskeln des Beckens werden nachgiebiger und die Statik des Körpers verändert sich.
Im Verlauf der Schwangerschaft nimmt das ungeborene Kind immer mehr Platz im Mutterleib ein und der Druck auf die Nachbarstrukturen erhöht sich. All diese Veränderungen und Adaptationen können zu verschiedenen Symptomen führen, die osteopathisch behandelt werden können.
Osteopathie nach der Geburt

Der Geburtsvorgang einer normalen Geburt ist für Mutter & Kind ein tiefgreifendes Erlebnis.Besonders in der Austreibungsphase werden enormen Kräften auf die einzelnen Schädelknochen des Kindes ausgeübt. Auch der Austritt der Schultern kann zu extremen Drehungen oder Neigungen des Halses führen. Wenn sich die betroffenen Strukturen nach der Geburt nicht ganz zurück entfalten, können Dysfunktionen auftreten. Nach der Entbindung können Mutter und Kind gleichsam osteopathisch untersucht und gegebenenfalls behandelt werden.

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Die Behandlung von schwangeren Frauen, von Müttern nach der Geburt, sowie von Säuglingen und Kindern gehört zum Schwerpunkt unserer Praxis.

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